"Riester" und "Rürup" - sollten Sie "auffüllen"?

Die Riester- und die Basis- oder Rürup-Rente zeichnet eine Gemeinsamkeit besonders aus: Sie genießen ein ausgesprochen hohes Maß an staatlicher Förderung. Die Basis-Rente wurde 2005 als staatlich geförderte Form der Altersvorsorge ins Leben gerufen. Namensgeber ist der Ökonom Hans-Adalbert Rürup. Der Staat fördert die Sparer durch eine hohe steuerliche Abzugsmöglichkeit der Beiträge. Wie die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung bzw. an berufsständische Versorgungswerke oder die landwirtschaftliche Alterskasse können auch die Beiträge zur Basis- Rente im Rahmen der Altersvorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben bei der Ermittlung des zu versteuernden Einkommens abgezogen werden. Ihr Alterssparen mindert also Ihre Steuerlast. Die Abzugsfähigkeit erhöht sich jährlich um 2%-Punkte, bis im Jahr 2025 dann 100 % angerechnet werden (2016: 82 %). Maximal können Ledige 23.362 € und Verheiratete 46.724 € jährlich als Sonderausgaben nach § 10 Abs. 1 Nr. 2b EstG absetzen. Dieser Wert errechnet sich aus dem geltenden Beitragssatz (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil) sowie der Beitragsbemessungsgrenze in der knappschaftlichen Rentenversicherung in Westdeutschland. Unter diesen Höchstbetrag fallen auch die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Bei Beamten und beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführern oder AG-Vorständen ist dieser Maximalbetrag um den fiktiven Gesamtbeitrag zur allgemeinen Rentenversicherung zu kürzen. Wenn Sie den Maximalbetrag noch nicht ausschöpfen, haben Sie die Möglichkeit, durch Sonderzahlungen noch zusätzliche Steuerersparnisse zu realisieren.

Bei der Riester-Rente müssen in der Summe 4 % Ihres zu versteuenden Vorjahreseinkommens durch Beiträge und Förderung in Ihren Vertrag fließen, um die volle Zulagenförderung zu erhalten. Für eine zusätzliche, maximale Steuerförderung müssen in der Summe 2.100 Euro pro Jahr im Vertrag landen. Falls sich Ihr Einkommen geändert hat, sollte Ihr regelmäßiger Beitrag entsprechend angepasst werden bzw. für dieses Jahr noch eine Sonderzahlung geleistet werden, um nichts zu verschenken. Gerne prüfen wir anhand Ihrer Unterlagen, ob Bedarf zum Handeln besteht, wenn Sie es wünschen. Wir helfen gerne!

Ja, lohnt sich das denn überhaupt noch?

Über Rentenversicherungen wird ja oft und gerne geschimpft. Da ist es nur nachvollziehbar, wenn man sich die Frage stellt, ob sich das alles überhaupt noch lohnt. Als Ihr Versicherungsmakler sagen wir aus tiefster Überzeugung: Ja, natürlich! Selbstverständlich gibt es Anlagemöglichkeiten, die mehr Profit abwerfen KÖNNEN. Lustig, dass die Medien in diesem Zusammenhang nie über das Bausparen schimpfen. Das nutzen die meisten Kunden nicht, um für ein Bauvorhaben zu sparen, sondern nur um zu sparen - Minizinssatz hin oder her... Hier geht es aber nicht um Anlage, sondern um den Aufbau Ihrer Zusatzversorgung im Alter - zuverlässig kalkulierbar, ganz egal, wie alt Sie werden. Das geht nur mit Versicherungsmantel. Trotzdem ist der Ertragscharakter nicht schlecht. Es geht ja schließlich nicht nur um die Garantie. Die Versicherungsbranche erwirtschaftet bei klassisch-kapitalbildenden Tarifen im Durchschnitt immer noch mehr als 3 % p. a. für ihre Kunden. Wo gibt es das denn sonst noch? Fondsgebundene Tarife bieten Ihnen auch bei überschaubarem Monatsbeitrag die Möglichkeit, Ihr Risiko auf verschiedene Bereiche zu streuen, wie das ohne Versicherungsmantel nicht möglich wäre. Auch dann können Sicherheiten eingebaut werden, wie Sie für Ihr Wohlgefühl nötig sind. Reines Fondssparen, Aktien, Beteiligungen… - das können Sie nicht mit Geld machen, das zum Zeitpunkt X da sein muss. Zumal Sie evtl. noch gar nicht so genau wissen, ob dieser Zeitpunkt nun mit 65 oder erst mit 70 kommt. Die Zeiten der hohen, sicheren Erträge ist vorbei und kommt möglicherweise nie mehr wieder. Die Rentenversicherung - egal in welcher Schicht - ist und bleibt Ihr treuer Freund fürs Alter!

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