Künftige Änderungen durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz

Der Gesetzgeber hat sich entschlossen, das gute Produkt der betrieblichen Altersvorsorge weiter zu verbessern. Mit Wirkung zum 01.01.2018 tritt das Gesetz in Kraft und wartet u.a. mit folgenden Verbesserungen auf:

Erhöhung des steuerfreien Dotierungsrahmen

Der steuerfreie Höchstbeitrag wird von 4 % der Beitragsbemessungsgrenze auf 8 % angehoben. Dafür entfällt der Aufstockungsbeitrag von 1.800 € jährlich.
ABER: Der Höchstbeitrag für sozialversicherungsfreie Beiträge bleibt bei 4 %!

Freibetrag für die Anrechnung auf die Grundsicherung im Alter

bAV-Rentenleistungen werden in einem bestimmten Umfang von der Anrechnung auf Grundleistungen freigestellt. Der monatliche Freibetrag beträgt 100 €. Eine übersteigende Rente wird bis zu einer definierten Obergrenze von 30 % berücksichtigt.
Beispiel:
Die Rente beträgt 200 € - Freibetrag liegt dann bei 130 € (100 € + 30 % von 200 € - 100 €)

Zuschusspflicht für Arbeitgeber bei Entgeltumwandlungen

Ein Arbeitgeber, der durch eine Entgeltumwandlung selbst Sozialversicherungsbeiträge spart, muss bei neu erteilten Zusagen spätestens ab dem 01.01.2019 15 % des umgewandelten Entgelts als Zuschuss in den Vertrag einzahlen. Ab dem 01.01.2022 muss der Arbeitgeber sogar für alle bestehenden (auch für die älteren) Zusagen diesen Zuschuss gewähren.

Sozialpartnermodell

Ab 2018 kann eine Zusageart in Form einer reinen Beitragszusage zwischen den Tarifvertragsparteien vereinbart werden. In dieser Form der Zusage wird lediglich ein Beitrag versprochen, den der Arbeitgeber in eine vorgesehene Einrichtung einzahlt. Es gibt keine Leistungsgarantien, keine Einstandspflicht des Arbeitgebers.

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