Frühstart-Rente: Was bedeutet das neue Modell für ihr Kind?

Die Bundesregierung plant einen neuen Weg, um Kinder möglichst früh an den langfristigen Vermögensaufbau heranzuführen und hat daher Ende 2025 Eckpunkte zur Einführung der sogenannten Frühstart-Rente beschlossen. Start war der 1. Januar 2026. Ab diesem Zeitpunkt sollen für jedes Kind vom sechsten bis zum 18. Lebensjahr monatlich 10 Euro vom Staat in ein individuelles, kapitalgedecktes und privatwirtschaftlich organisiertes Altersvorsorgedepot eingezahlt werden, sofern das Kind eine Bildungseinrichtung in Deutschland besucht.
Die Erträge bleiben dann bis zum Rentenbeginn steuerfrei. Das angesparte Kapital kann ab dem 18. Lebensjahr durch eigene Beiträge weiter aufgebaut und voraussichtlich mit dem Erreichen der gesetzlichen Regelaltersgrenze ausgezahlt werden. Wichtig zu wissen: Bisher handelt es sich um ein Eckpunktepapier. Diskutiert werden in diesem Zusammenhang unter anderem der Bezug von Kindergeld sowie ein Wohnsitz in Deutschland mit Schulpflicht. Hier bleibt die endgültige gesetzliche Ausgestaltung abzuwarten.

Zum Start soll der Jahrgang 2020 berücksichtigt werden. Diese Kinder werden 2026 sechs Jahre alt. In den Folgejahren sollen jeweils die nachrückenden Jahrgänge hinzukommen. Eltern wählen zunächst einen passenden Anbieter aus und eröffnen ein entsprechendes Altersvorsorgedepot. Zu den staatlich geförderten 10 Euro monatlich können voraussichtlich freiwillige Beiträge eingezahlt werden. Gerade hier entsteht echter Gestaltungsspielraum, denn der langfristige Vermögensaufbau lebt vom Zusammenspiel aus Zeit, Rendite und regelmäßigen Einzahlungen. Falls Eltern zunächst nichts unternehmen sollten, ist eine Art Auffanglösung vorgesehen. Die staatlichen Beiträge werden dann gesammelt angelegt. Später kann das Kapital in einen individuellen Vertrag übertragen werden.

Mit Eintritt der Volljährigkeit soll das Depot vollständig auf den jungen Erwachsenen übergehen. Ab diesem Zeitpunkt kann eigenständig weitergespart werden. Auch ein Wechsel des Anbieters ist denkbar. Damit entsteht im Idealfall ein Vorsorgebaustein, der bereits zwölf Jahre staatlich gefördert wurde und anschließend durch den Zinseszinseffekt über mehrere Jahrzehnte weiter wachsen kann. Schon vergleichsweise kleine zusätzliche Beiträge können langfristig einen spürbaren Unterschied machen.

Gerade für Eltern stellt sich nun die Frage, wie sich dieses neue Modell optimal in die bestehende Vorsorgeplanung integrieren lässt. Auch für Großeltern kann das Thema interessant sein, wenn sie ihren Enkeln frühzeitig etwas mit auf den Weg geben möchten.

Da davon auszugehen ist, dass viele Details noch konkretisiert werden, lohnt es sich, frühzeitig einen Überblick über die eigenen Möglichkeiten zu gewinnen. Welche Lösungen passen zur familiären Situation? Wie sinnvoll sind zusätzliche Einzahlungen?

Gerne besprechen wir mit Ihnen persönlich, wie Sie die geplante Frühstart-Rente sinnvoll einsetzen können und welche ergänzenden Optionen womöglich für Ihr Kind in Frage kommen. Je früher wir gemeinsam planen, desto größer sind die Chancen für einen starken finanziellen Start in die Zukunft Ihres Kindes.